Rolf kühn ehefrau

Rolf kühn ehefrau |Seine Eltern waren Kurt und Grete Kühn, geb. Moses. Sie heirateten 1929, nachdem sie sich in Köln kennengelernt hatten, in einem Kaufhaus, in dem die Mutter damals als Kassiererin arbeitete. Seine Mutter war Jüdin, und während der Pogromnacht wurde ihre Zigarrenfirma zusammen mit dem Rest ihres Lebens ausgelöscht.

Da sein Vater die Scheidung nicht durchsetzen wollte, wurde er aus der Reichstheaterkammer geworfen und zwangsweise bei der Organisation Todt eine Anstellung finden. Sein Sohn Rolf wurde in Leipzig-Lindenau geboren, wo er seine Kindheit verbrachte und 1937 mit dem Klavierunterricht begann. Darüber hinaus hatte er schon in jungen Jahren einen starken Hintergrund in Musiktheorie und Kompositionstheorie.

Ausgebildet wurde er im Jahr 1941 von Hans Berninger, dem damaligen Soloklarinettisten im Gewandhausorchester Leipzig. Weil er als „Halbjude“ galt, durfte er sich nicht an der Musikhochschule einschreiben ; Infolgedessen wurde er von Privatlehrern im Schatten unterrichtet. Jutta Hipp war es zu verdanken, dass er zum ersten Mal mit dem Jazz in Berührung kam. Während sie im Haus ihrer Eltern waren, spielte Hipp ihm eine Benny Goodman V-Disc vor.

Mit 16 Jahren begann er in einer Opern- und Ballettschule Klavier zu spielen. 1946, als Kühn erst 17 Jahre alt war, begann er als Saxophonist und Klarinettist bei der gerade gegründeten Leipziger Sendeanstalt des Mitteldeutschen Rundfunks zu arbeiten. Zusammen mit dem berühmten Trompeter Horst „Hackl“ Fischer und dem Schlagzeuger und späteren Leiter seines eigenen Orchesters, Fips Fleischer, spielte er als Solist im Leipziger Rundfunktanzorchester unter der Leitung von Kurt Henkels, wenn es am besten war beliebte Bigband in der Sowjetzone.

Nach einigen Studienaufenthalten bei Eugen Henkel arbeitete Kühn nach 1950 als erster Saxophonist mit dem RIAS-Tanzorchester in Berlin zusammen Europäischer Jazzwettbewerb. Diese Ehrung konnte er in den Folgejahren 1955 und 1956 erfolgreich verteidigen.

Nach seiner Übersiedlung in die USA 1956 gastierte Kühn mehrfach mit Caterina Valente in New York. Dort lernte er auch John Hammond kennen, einen Produzenten für Columbia Records. Es war Hammond, der dem hoffnungsvollen jungen Musiker die Möglichkeit gab, sein Debütalbum unter seinem eigenen Namen aufzunehmen.

Eigens für sich organisierte er eine eigene Selbsthilfegruppe, mit der er sich regelmäßig traf. wurde unter anderem beim Newport Jazz Festival, New Yorks Birdland und Chicagos Blue Note aufgeführt. Zwischen 1958 und 1962 war Kühn Mitglied des Orchesters von Benny Goodman. Danach ersetzte er fast zwei Jahre lang Buddy DeFranco als Soloklarinettisten in Tommy Dorseys Band.

Rolf Kühn kehrte 1962 nach Deutschland zurück, und fast unmittelbar nach seiner Rückkehr wurde ihm die Stelle als Leiter des NDR-Fernsehorchesters in Hamburg angeboten. Neben seiner Tätigkeit als Orchesterdirigent trat Kühn auch als Solist mit Albert Mangelsdorff und anderen Mitgliedern der „German Allstars“ auf.

Zusammen mit diesen Musikern begab er sich auf eine ausgedehnte Tournee durch Südamerika. Kühns Karriere umspannt mehr als sechs Jahrzehnte. Gleichzeitig gab es ab den 1960er Jahren mehrere Plattenveröffentlichungen sowohl als Leader als auch als Sideman auf namhaften Labels wie Polydor, Vanguard Records, Brunswick Records, Amiga, Intercord und Impulse! Aufzeichnungen, sowie natürlich MPS.

Rolf kühn ehefrau
Judy Winter

Joachim Kühn, der Bruder von Rolf Kühn und Pianist, zog 1966 von Leipzig, wo er zuvor 14 Jahre gelebt hatte, in den Westen Deutschlands. Joachim Kühn war 14 Jahre jünger als Rolf Kühn. Sein Bruder hatte ihm durch eine Einladung nach Wien zur Flucht aus der DDR verholfen. [5] Seitdem treten die Brüder weiterhin gemeinsam auf (zunächst von Joachim Ernst Berendt, dann von Klaus Lorenzen).

Rolf Kühns musikalisches Spektrum hat sich seit den 1960er Jahren über den traditionellen Jazz hinaus um Free Jazz und Jazzrock sowie traditionellen Jazz erweitert. Seitdem widmet sich Kühn zunehmend dem Komponieren und Dirigieren, außerdem ist er an mehreren Theatern, darunter dem Berliner Theater des Westens, als musikalischer Leiter tätig.

Wir konnten uns auf einen Termin und einen Ort einigen. Das RIAS-Gebäude, in dem sich sein Proberaum befand. Rolf Kühn hatte in dieser Zeit seine regelmäßigen Proben in dem Raum, der zuvor als Regieraum für Studio 10 gedient hatte. Wir betraten den Raum zur festgelegten Zeit und spähten durch das Fenster in ein großes Studio, das mit verschiedenen Möbeln vollgestopft war und andere Artikel.

Nach seiner Begrüßung waren die ersten Worte, die er zu mir sagte: “Ich habe dort unten mit Albert Mangelsdorff aufgenommen.” Danach sprachen wir zwei Stunden über sein Leben, seine Arbeit, seine Stationen und seine Musik. Immer s

Seitdem verfolgt mich immer wieder ein Gedanke: Hab doch für einen Moment all die Erinnerungen im Kopf, die Rolf Kühn hat. Schau dir nur an, was er beobachtet hat. Unbeschreiblich!

Nach seinen Erfolgen mit der RIAS Big Band in Berlin zog es ihn 1956 in die USA. Zu dem Team, für das sein Held gespielt hatte. Tatsächlich wurde er eingeladen, der Big Band von Benny Goodman beizutreten, wo Kühn zwei Jahre lang Mitglied war, bevor er mit Tommy Dorsey spielte. Dort blieb er bis 1961, als ihn die befreitere Jazzszene in Hamburg und Berlin zwang, nach Deutschland zurückzukehren.

Er hatte kein Interesse an Substanzen wie Alkohol oder Drogen. “Nein, Gott sei Dank, da wird mir ständig mulmig!” ruft er lachend aus. Während einer seiner USA-Tourneen im Jahr 1957 fand in Philadelphia eine Drogenrazzia statt, und Kühn wurde daraufhin sofort nach Hause zurückgebracht. Sein damaliger Tourpartner Chet Baker war in der Drogenwelt berüchtigt. Er hat ein Kichern. “Ich schien bei perfekter Gesundheit zu sein.”