Rabbi Wolff Todesursache

Rabbi Wolff Todesursache
Rabbi Wolff Todesursache

Rabbi Wolff Todesursache | Wolff wurde am 13. Februar 1927 in Berlin als jüngstes von drei Kindern deutscher Juden geboren. Als er sechs Jahre alt war, nahmen ihn seine Eltern mit nach Amsterdam und zogen von dort 1939 nach London.

Nach mehreren wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen studierte Wolff Journalistik. Er arbeitete als Ressortleiter für die Zeitung Daily Mirror in London. Wolff war zunächst für die Innenpolitik zuständig, wechselte dann aber in die Abteilung für internationale Angelegenheiten, wo ihm die spezifische Aufgabe übertragen wurde, die Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu überwachen.

Vier Jahre lang war er für die Pressemitteilungen des Unternehmens verantwortlich. In Deutschland trat er Anfang der 1970er Jahre auch in einer Fernsehsendung auf, die auf Deutsch ausgestrahlt wurde.

Wolff besuchte von 1979 bis 1984 das Leo Baeck College und wurde nach Abschluss seines Studiums Anfang Juli 1984 in London zum Rabbiner ordiniert.

Zwischen 1986 und 1990 arbeitete er unter anderem in der West London Synagogue, in Newcastle upon Tyne (1986 bis 1990), in Milton Keynes (1990 bis 1993), Reading and Brighton (1993 bis 1997) und Wimbledon (1997). (1997-2002).

Im Jahr darauf, am 23. April 2002, wurde er zum Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin ernannt, wo er für drei jüdische Gemeinden in der Region zuständig war.

2005 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Allgemeinen Rabbinerkonferenz in Berlin gewählt. Am 27. Januar 2014, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wurde ihm in Schwerin die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Im Frühjahr 2015 endete Wolffs Tätigkeit als Landesrabbiner. Der Titel eines Gebietsrabbiners blieb in seinem Besitz, und er äußerte den Wunsch, weiterhin in begrenztem Umfang ehrenamtlich tätig zu sein.

Er hoffte jedoch, in Zukunft den Großteil seiner Zeit in England verbringen zu können, wo er nun in Henley-on-Thames lebte, wo er geboren und aufgewachsen war. Sein Nachfolger wurde Yuriy Kadnykov.

Im April 2016 kam der Dokumentarfilm Rabbi Wolff unter der Regie von Britta Wauer erstmals in die deutschen Kinos. Laut Box Office Mojo gehörte er zu den drei erfolgreichsten deutschen Dokumentarfilmen des Jahres 2016.

Rabbiner Willy Wolff, der im Alter von 93 Jahren starb, musste 1933 als Folge des Nationalsozialismus mit seiner Familie aus seiner Heimatstadt Berlin fliehen. Er ist orthodox aufgewachsen, hat sich aber aufgrund seiner Erfahrungen zum liberalen Judentum und Journalismus hingezogen gefühlt.

Neben seiner Arbeit als Klatschkolumnist für Zeitungen wie den Mirror und den Evening Standard und die Mail arbeitete er auch als Korrespondent für eine schottische Sonntagszeitung und als Verfasser von Nachrufen für The Times.

Er wurde zwei Jahre nach der Geburt seiner Schwester Ruth als zweiter Sohn von Charlotte und Alfred Wolff als Wilhelm Wolff in eine aufmerksame bürgerliche Familie in Berlin geboren. Er war das zweite Kind von Charlotte und Alfred Wolff. Jo, sein eineiiger Zwillingsbruder, traf innerhalb von Minuten ein.

Alfred blieb im Leben der Kinder eine ferne Präsenz, aber ihre Mutter war ihnen ergeben, und Willy übernahm die Verantwortung, sich während ihres langen und schwierigen Lebens in ihrem Haus in Hendon im Nordwesten Londons um sie zu kümmern. Alfred starb im selben Jahr, in dem die Kinder geboren wurden.

Obwohl sich Willys Mutter zum Atheismus bekannte, gehörte sein Vater der orthodoxen Adass-Yisrael-Gemeinde in Berlin an und war für Willys frühe Synagogenerfahrungen verantwortlich, was sein Interesse am Rabbinat geweckt haben könnte.

Alfred war Mitglied der Gemeinde Adass Yisrael und betreute Willys frühe Erfahrungen in der Synagoge, was sein Interesse am Rabbinat möglicherweise geweckt hat.

Der Wahlsieg der Nationalsozialisten im Jahr 1933 war ein unheilvoller Vorbote für die Zukunft. Am 27. September stieg die Familie in einen Nachtzug nach Amsterdam, aber Alfred wurde durch den Umzug depressiv und floh auf der Suche nach Arbeit in der medizinischen Gummibranche nach England.

Im August 1939 rief er seine Frau an und teilte ihr mit, dass sie sofort nach London reisen müsse. Die Ehe der Wolffs erlitt in den Kriegsjahren einen Zusammenbruch, und Alfred starb im folgenden Jahr im Shenley Hospital.

Willys Gefühle der Verwirrung und Einsamkeit wurden wahrscheinlich von dem strengen Studium übertönt, das er an der Hendon County Grammar School erhielt, wo er ein Zwilling war.

Eine schwere Krankheit zwang ihn, sein zweites Studium der Internationalen Beziehungen und Volkswirtschaftslehre an der London School of Economics abzubrechen, das er nur teilweise abschloss.

Vegetarier zu werden und auf Milchprodukte zu verzichten, war die langfristige Lösung, aber wenn man den Maître d mit Freunden in einem eleganten Restaurant befragte, führte dies manchmal dazu, dass man im Moment der Frage rot wurde.

„Ich bestrafe mich wieder, wenn ich bedenke, wie lässig ich verworfen habe, was ich als seine Ernährungsmacken empfand“, beklagte sich Professor Rabbi Tony Bayfield kürzlich in einem Interview.

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