Oskar Sala Alter

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Oskar Sala Alter |Sala war ein visionärer Musiker, der im 20. Jahrhundert dazu beitrug, anderen den Weg zu ebnen. Anfangs dachte er darüber nach, seinen Lebensunterhalt als Pianist zu verdienen. Die musikalische Ausbildung, die er nach dem Abitur 1929 in Berlin erhielt, führte zu einem Wendepunkt sowohl in seinem Berufsleben als auch in der Entwicklung der elektronischen Musik.

1930 vermittelte Salas Dozent für Kompositionslehre an der Berliner Musikhochschule, Paul Hindemith, seinen Schüler mit dem Ingenieur Friedrich Trautwein. Gemeinsam waren sie verantwortlich für die Erfindung des Trautoniums, das als eines der ersten elektronischen Instrumente gilt.

Es war eine Parallelentwicklung zum Theremin und Ondes Martenot sowie ein Vorläufer des Synthesizers, eines Geräts, das nicht nur herkömmliche Musikinstrumente imitiert, sondern auch Vokale, Tierlaute und synthetische (subharmonische) Klänge erzeugt. Im Vergleich zu einem Keyboard bietet ein Trautonium aufgrund seiner Spielweise ein völlig neues Ausdruckspotential, das unendlich viele Permutationen auf einer oder zwei Saiten zulässt.

Es gab keine vorgegebene Stimmung, und Glissandi waren offen für Interpretationen, da die Tonhöhe durch den physischen Griffpunkt auf der Saite bestimmt wurde. Hindemiths Triostück für drei Trautonien wurde im Jahr 1930 bei der Uraufführung des Instruments vor breitem Publikum aufgeführt.

Von 1932 bis 1936 studierte er Physik an der Universität Berlin. 1938 schuf er in seiner Werkstatt ein Konzerttrautonium. Als Komponist und Physiker widmete Sala sein Leben dem Trautonium. Er tourte mit dem schwerfälligen Instrument durch Europa, moderierte seine eigenen Radiosendungen, „begleitete“ traditionelle Konzerte und schrieb Musik speziell für sein einzigartiges Instrument.

Oskar Sala Alter
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Bedeutende Komponisten der Neuzeit wie Hindemith haben Werke für das Trautonium geschrieben. Es wurde von Richard Strauss und Arthur Honegger aufgeführt, die beide maßgeblich an der Entwicklung des Stücks beteiligt waren, indem sie es in Aufführungen einbezog.

Im Verlauf des Krieges komponierte Sala die Filmmusik für einen 17-minütigen Streifen, der später als erster deutscher Komödienfilm überhaupt entstand und 1944 unter dem Namen Armer Hansi veröffentlicht wurde. Es waren mehrere Personen engagiert, darunter die Illustratoren eo plauen und Manfred Schmidt.

Während seiner Zeit beim Militär wurde Sala zweimal zur Einberufung einberufen. Unmittelbar nach seiner Ausbildung konnte er seine musikalische Tätigkeit erstmals wieder aufnehmen. 1944 wurde er nach Ostpreußen geschickt und überlebte nach eigenen Angaben als einziges Mitglied seiner Truppe

Nach dem Krieg verbrachte Sala die Jahre 1949 bis 1952 damit, das Mixturtrautonium zu entwickeln und Filmmusik zu schreiben. Diese Kompositionen wurden speziell für preisgekrönte Dokumentar- und Industriefilme geschrieben; Insgesamt wurden mehr als 300 Projekte dieser Art realisiert.

Am bekanntesten von Salas Produktionen war der 1963 von Alfred Hitchcock inszenierte Film „Die Vögel“. hatte ab 1958 ein eigenes Atelier in Charlottenburg. Darüber hinaus war seine Musik in den Filmen The Curse of the Yellow Snake und The Strangler of Blackmoor Castle zu sehen, die beide von Edgar Wallace inszeniert wurden. Seine Punktzahl war bemerkenswert, weil sie für diese Serie etwas unkonventionell war. Salas Instrument ist in dem Film „Im Gegensatz zu dir und mir zu sehen, der 1957 veröffentlicht wurde.

Paean wurde am 29. Mai 1960 im Rahmen einer Ballettveranstaltung im Theater des Westens uraufgeführt. Er und Remi Gassmann hatten die Tanzmusik komponiert, die dort erstmals aufgeführt wurde. Sala war derjenige, der sich direkt um die Bedienung der elektronischen Steuerung kümmerte.

Das Grab von Oskar und Kate Sala befindet sich auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin.
Aber Salas Popularität war nicht auf die Vergangenheit beschränkt; bis zu seinem Tod als Komponist in Berlin tätig; er hatte häufig Musikprofessoren und andere Gäste bei sich zu Hause; er hielt Vorträge und trat öffentlich auf; beispielsweise trat er 1991 live bei der Osnabrücker KlangArt auf.

Auch die Nachwirkungen seiner Klangerfindung konnte er miterleben: Moderne Musiker wie die Gruppe Kraftwerk, deren Gründungsmitglied Florian Schneider-Esleben das Vorwort zu einem im Jahr 2000 erschienenen Bildband über Oskar Sala verfasste (Autor: Peter Badge), beziehen sich darauf Oskar Sala als Wegbereiter einer Musikrichtung, die ihren Weg von der Avantgarde zur Popularität fand.

Diese Nachwirkung konnte er erleben, weil er die Nachwirkungen seiner Klangerfindung miterleben durfte. 1999 wurde seine Musik während der Sonnenfinsternis live in Karlsruhe gespielt. Die Veranstaltung fand 1999 statt.

Im Alter von 91 Jahren verstarb Sala in der Nacht zum 26. Februar friedlich in Berlin in Berlin – Der 1910 am thüringischen Greiz geborene Musiker und Physiker starb bereits am Mittwoch in Berlin, teilte der frühere Direktor des Deutschen Museums Bonn und enger Freund Salas, Peter Frieß, am Donnerstag mit.

Sala, der an der Berliner Musikhochschule von Paul Hindemith studiert hatte, vertonte zahlreiche Filme, darunter auch die Werbespots mit dem “HB Mannchen”. Der bekannte Physiker arbeitete auch mit Richard Strauss, Arnold Schönberg und Arthur Honneger zusammen.

Oskar Sala Alter
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Er komponierte die Musik für zahlreiche Ufa-Filme und umfasste das durch Mark und Bein gehende Vogelgekreische in Alfred Hitchcocks Film “Die Vogel” aus dem Jahr 1963. Sala, der 1987 mit dem Filmband in Gold für langjähriges und herausragendes Wirken im deutschen Film ausgezeichnet worden wurde, Star hochgeachtet in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 2002 in Berlin 91-jährig. Sein Grab befindet sich auf dem landeseigenen Friedhof Heerstraße am Berliner Ortsteil Westend

IAnlasslich seines Todes anderte Radio Jena, das lokale Hörfunkprogramm für Ostthüringen, am 27. Februar 2002. Sein Programm und sendete zuvor einen wiederholten zweistündigen Werkstattbericht, in dem Sala am Mixtur-Trautonium noch einmal seine besten Kompositionen zu Gehor gab. Seither wird diese Sendung in Salas Geburts-Bundesland jedes Jahr zu seinem Todestag wiederholt.

Das Trautonium gilt als eines ersten elektronischen Musikinstruments und ist praktisch ein Vorläufer des Synthesizers. Erfunden hat ihn Friedrich Trautwein. Den ersten Prototyp baute Trautwein zusammen mit Sala, den er an der Hochschule für Musik in Berlin kennenlernte. Zum ersten Mal wurde das Trautonium 1930 auf der Musiktagung „Neue Musik Berlin“ aufgeführt.

Die Grundzüge dieses Gerätes hatten dem Ingenieur Friedrich Trautwein 1930 an der Berliner Rundfunkversuchsstelle entwickelt. Eine Einrichtung, die als „Laboratorium für neue Tone” zur Tonfilm- und Radiotechnik forschte. Zur gleichen Zeit begann der damals 19-jährige Oskar Sala sein Studium an der Berliner Musikhochschule als Schüler des berühmten Komponisten Paul Hindemith:

„Aber nach kurzer Zeit, es waren ein paar Monate, glaube ich, nur, da sagte Hindemith zu uns: Kommen Sie mal mit a die Rundfunkversuchsstelle da oben. Da ist ein Dr. Trautwein eingezogen, der baut da ein elektrisches Instrument.”

Als Basis diente ihm ein elektrischer Schwingkreis und als Spielmanual eine auf einem Brett befestigte Metallschiene mit einer waagerecht darüber gespannten drahtumwickelten Darmsaite. Dieser Versuchsaufbau erzeugt einen sehr obertonreichen Klang. Die Tonhöhe hing wie bei einer Slide-Guitar aus der Position des Druckpunktes ab. Sala was aus dem klanglichen Moglichkeiten angepasst, dass er seine Mitarbeit anbot:

“Und ich fand mich am nachsten Tag wieder da oben ein, es hatte mich interessiert. Und dann habe ich da oben mitgelotet, und dann war ich natürlich gleichzeitig da oben, um auf dem Ding zu spielen und um zu sehen, wie spielt man denn da. Die Mensur, wie kann man das denn machen mit den Knöpfen.”

Oskar Sala wurde nicht nur zum virtuosen Spieler des Instruments. Um in die Geheimnisse von elektrischen Schwingungen und Widerständen einzutauchen, ist er nebenher auch Physik. Und gemeinsam mit Trautwein verfeinerte er Technik und Klangfarben des Trautoniums:

„Wir haben hier einen Schwingungskreis, der hier eingeschaltet wird. Und jetzt dreh ich da mal.” – (elektrische Tone) – „Das war natürlich für 1930 eine Sensation.“

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