Nadine Lindner Journalistin

Nadine Lindner Journalistin Seit Anfang 2016 arbeitet Nadine Lindner als Korrespondentin für Deutschlandradio im Hauptstadtstudio. Sie verantwortet unter anderem die Partei- und Verkehrspolitik Alternative für Deutschland. Zuvor war sie zweieinhalb Jahre als Landesberichterstatterin in Sachsen tätig und hat in dieser Zeit das Wachstum von Pegida miterlebt.

In Leipzig, wo sie Politikwissenschaft, Publizistik und Afrikanistik studierte, besuchte sie den Trainingssender „mephisto 97.6“ und entdeckte dort ihre Leidenschaft für das Radio. Nach ihrer Ausbildung begann sie als freie Journalistin für „MDR sputnik“ und „FAZ“, seit 2009 für Deutschlandradio.

Ein Hochhaus in der Kölner Südstadt, am Rande des Stadtteils Köln-Marienburg, beherbergt die Produktionsstudios und Redaktionen des DLF-Programms.

Im Zuge der Modernisierung des Erscheinungsbildes der Marke Deutschlandradio wurden zum 1. Mai 2017 für alle Radiosender des Netzes neue Senderlogos eingeführt. Außerdem wurde die bisherige Senderliste um DRadio Wissens und Deutschlandradio Kultur erweitert.

1980 war mein Geburtsjahr in Fulda, wo ich auch mein Abitur machte und die örtlichen Schulen besuchte. Nach dem Abschluss verbrachte ich ein Jahr damit, Freunde zu finden und Spaß in Pretoria, Südafrika, zu haben. Danach bin ich in Leipzig zur Schule gegangen, wo ich Journalistik, Afrikanistik und Politikwissenschaft studiert habe.

Beim Trainingssender Mephisto 97.6 habe ich mich 2005 zum ersten Mal ins Radio verliebt und seitdem nicht mehr losgelassen. Nach Stationen bei der FAZ und MDR Sputnik absolvierte sie zwischen 2009 und 2010 schließlich ein Volontariat beim Deutschlandradio.

Nachdem sie von 2013 bis Ende 2015 in der Redaktion Zeitfunk beim Deutschlandfunk und bei DRadio Wissens in Köln gearbeitet hatte, arbeitete sie anschließend als Landeskorrespondentin in Dresden.

Seit Januar 2016 Korrespondent im Studio in der Bundeshauptstadt. Diese Person ist zuständig für die Grünen sowie für die Umwelt- und Atompolitik.

Nadine Lindner Journalistin
Sie verfolgte ihre Ausbildung in Politikwissenschaft

Niemand ist verpflichtet, meine Arbeit wertzuschätzen. Meine Erkenntnisse aus Dresden stießen auf breite Ablehnung, die mir über Facebook-Nachrichten, E-Mails und Briefe mitgeteilt wurde.

Ich war ein Lügner, ein Informant und ein Vertreter der institutionellen Presse, was sie in ihren Augen allesamt verachteten.

Ein Großteil der von Pegida-Anhängern eingesandten Briefe wurde gelesen und abgelegt.

Ich habe auch auf einige wütende Kommentare geantwortet, erklärt, warum ich zu diesem oder jenem Schluss gekommen bin, und einige meiner Quellen, wie den Polizeibericht aus Dresden, aufgenommen.

Trotzdem konnte ich nur einen kleinen Prozentsatz der Leute mit den Fakten überzeugen. Die Arbeit als überregionaler Journalist war fast immer mit einer feindlichen Geräuschkulisse verbunden.

Jeder Kollege, der für eine Zeitung, einen Radio- oder Fernsehsender in Dresden arbeitete, könnte Beispiele aus den Bergen von wütenden Briefen nennen, die er erhielt.

Irgendwann im Frühjahr letzten Jahres rief mich ein Kollege aus Berlin an.

Eine Frage tauchte in meinem Kopf auf: Wussten Sie, was mit dem Facebook-Profil von Tatjana Festerling los war? Die ehemalige Vorsitzende von Pegida und jetzige Ex-AfDlerin hat mich auf ihrer persönlichen Seite öffentlich beschämt und einen negativen Kommentar zu einem meiner Berichte verlinkt.

Sie hat mich auch an den digitalen Pranger gestellt.

Ich habe für das DLF-Magazin über die Verbindungen berichtet, die zwischen Pegida und dem holländischen Rechtspopulisten Geert Wilders bestehen.

Es sollte nicht überraschen, dass die Kommentarspalte darunter einen Mischmasch aus bösartigen Beschimpfungen enthielt. Aber am Ende stieß ich auf ein Foto, neben dem die Überschrift „Shoot that cunt“ stand. Es zeigte einen Mann mit einer Waffe.

Da der Autor beim Schreiben des Stücks seinen eigenen Namen verwendet hatte, war er ziemlich leicht zu identifizieren. Laut seinem Facebook-Profil lebt Mario B. in der Nähe von Bautzen und lässt sich gerne tätowieren, Motorrad fahren und bei Pegida mitmachen.

Im Laufe der Untersuchung wollten die Behörden ihm die Möglichkeit geben, sich mit mir in Verbindung zu setzen und sich zu entschuldigen, falls dies gerechtfertigt wäre. Nach einigen Tagen des Wartens erhielt ich keinen Anruf. Ich war enttäuscht.