Marlene Engelhorn Vermögen

Marlene Engelhorn Vermögen
Marlene Engelhorn Vermögen

Marlene Engelhorn Vermögen |Marlene Engelhorns verstorbener Großvater war ein Urenkel von Friedrich Engelhorn, dem Gründer der BASF. Er war mit Marlenes Großmutter verheiratet. In der Boehringer Mannheim Gruppe war er Gesellschafter.

1997 zahlte der Pharmakonzern Hoffmann-La Roche 11 Milliarden US-Dollar für die Übernahme der Boehringer-Mannheim-Gruppe. Aus dem Erlös dieses Verkaufs soll Traudl Engelhorn-Vechiatto 2,45 Milliarden Dollar gewonnen haben.

Da es keine Erbschaftssteuer gibt, hat sich Marlene Engelhorn entschieden, einen Großteil ihres Besitzes zu verschenken. Seit sie herausgefunden hat, dass sie in Zukunft Millionen von Dollar erben wird, plant sie, wie sie all das Geld loswerden soll. Ebenso ist es in keiner Weise fair, dass sie eine solche Autorität besitzt. Sie verurteilt die ungleiche Vermögensverteilung in Österreich und die Tatsache, dass sich gewisse Menschen wie sie selbst nicht anstrengen mussten, um ihren finanziellen Erfolg zu erzielen.

Marlene Engelhorn Vermögen
Marlene Engelhorn Vermögen

Eine kurze Zeitreise: Friedrich Engelhorns Goldatelier geriet im Jahr 1848 in Schwierigkeiten. 1865 gründete er im Alter von 27 Jahren die Badische Anilin- und Soda-Fabrik, kurz BASF. Zuvor hatte er eine Gasfabrik aufgebaut, der ein Geschäft mit Anilinfarben folgte.

Im Jahr 2020 erzielte BASF einen Umsatz von rund 60 Milliarden €; Das Unternehmen war damals der größte Chemiekonzern der Welt. 1883 trat Friedrich Engelhorn von seiner Position im Unternehmen zurück und steckte sein Geld in das Pharmageschäft von Boehringer Mannheim.

Sein Enkel Curt führte das Unternehmen bis 1997, dann übergab er es für 11 Milliarden US-Dollar an den Schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche. Marlene Engelhorn stammt aus einer wohlhabenden Familie, die sie selbst geerbt hat.

Engelhorn verbrachte ihre Kindheit in Wien, Österreich, in einem „viel zu riesigen Zuhause“, wie sie es beschreibt. Zu dieser Zeit besuchte sie auch einen privaten Kindergarten und eine Schule. Sie beschreibt ihre Erziehung mit den Worten: “Ich war ein privilegiertes, reiches Kind.”

Die College-Studentin war fassungslos, als sie erfuhr, dass ihre Großmutter ihr einen Geldbetrag in zweistelliger Millionenhöhe hinterlassen hatte, als sie vor zwei Jahren die Nachricht erhielt, dass sie ihn von ihrer Großmutter erben würde. Anfangs war sie unsicher, was sie mit dem Geld machen sollte.

Laut Forbes verfügt Traudl Engelhorn über ein Nettovermögen von rund 4,2 Milliarden US-Dollar. Marlene Engelhorn beginnt, den Rat anderer um sie herum zu suchen, sowie mit Fachleuten und anderen zu sprechen, die einen analytischen Blick auf das Erbe werfen, das sie auf struktureller Ebene hinterlassen haben.

Da Marlene Engelhorn nicht zum finanziellen Erfolg ihrer Familie beigetragen hat, kommt sie zu der Einsicht, dass sie nicht allein darüber entscheiden sollte, wie sie das Geld ausgibt, das ihrer Familie gehört. einstellen soll – Im Februar 2021 gründeten Engelhorn und einige weitere Personen die AG Steuerjustigkeit, die seit Juni desselben Jahres unter dem Namen Taxmenow firmiert.

Mithilfe der Initiative sammelt Engelhorn derzeit Unterschriften für eine Petition zum Thema Steuergerechtigkeit. Bisher wurden 44.000 Unterschriften gesammelt, davon 50 von Millionären. Ziel der Bemühungen ist es, mehr Aufmerksamkeit auf das Problem der ungleichen Vermögensverteilung zu lenken.

Medienberichten zufolge soll Marlene Engelhorn eine millionenschwere Summe erben, die sie unbedingt für wohltätige Zwecke spenden möchte, weil sie glaubt, dass “Geld gleich Macht ist”.

Der Schlüssel zur Macht ist Einfluss. Und wenn ich sehe, dass andere Leute zu kämpfen haben, weil ich viel Macht und Geld habe, scheint es für mich am sinnvollsten zu sein, das zu teilen, was ich habe.

Marlene Engelhorn Vermögen
Marlene Engelhorn Vermögen

Wegen Corona nimmt Engelhorn an keiner der üblichen Begrüßungspraktiken teil. Sie steckte das Oberteil in ihre Hose, die einer Chino ähnelte. Sie entfernt die kurzen Haare wiederholt aus ihrem Gesicht, indem sie sie mit einer schnellen Handbewegung abwischt.

Auf dem linken Unterarm befinden sich zahlreiche Tätowierungen. Das Interview findet im Josef-Strauss-Park in Wien statt, der sich in Österreich befindet. Es gibt ein paar Leute, die Sport treiben, aber ansonsten ist heute Morgen nicht viel los.

Sie ist keine Unterstützerin der Philanthropie im gleichen Sinne wie Bill Gates. Die Vermögensverteilung ist keine Privatangelegenheit, sondern eine demokratische und muss nach demokratischen Grundsätzen erfolgen. Es gibt viele verschiedene Interpretationen, die man daraus ziehen kann.

Ich schlage vor, zu recherchieren, zum Beispiel online oder in Bibliotheken“, antwortet Engelhorn auf die Frage nach konkreten Beispielen und lässt sich dann den einen oder anderen Namen entlocken.

Die meisten von ihnen waren französische Ökonomen wie Thomas Piketty, aber es gab auch einige andere. Niemand ist in der Lage, alleine zu überleben. Menschen sind von Natur aus gesellige Wesen. Engelhorn Wunder

rs also, warum Menschen in Politik und Wirtschaft nicht gleich handeln. Wer baut die Gebäude? Wer hält sie zusammen? Wessen Vorteil ist das? Und auf wessen Kosten?”

Dieser Satz ist komplett und völliger Müll. Niemand wird reich, indem er für sich selbst arbeitet. Das kann unmöglich wahr sein. Dabei spielen immer die Gesellschaft und der Staat eine Rolle, die die Infrastruktur bereitstellen, wie Grundlagenforschung, das Bildungs- und Gesundheitssystem, die Polizei, der öffentliche Verkehr und nicht zuletzt die rechtlichen Rahmenbedingungen,

die erst das Privateigentum ausmachen und Unternehmenseigentum machbar. Wenn der Arbeitsgewinn ganz selbstverständlich in der Chefetage verteilt wird, alle anderen aber um jeden Bisschen kämpfen müssen, zeugt das von unverschämter Rücksichtslosigkeit. Wohlstand und Elend sind naturgemäß untrennbar miteinander verbunden. Sie bekommen beides, wenn Sie eines von beiden wollen.

Genau das meine ich. Der Geldfluss muss stattfinden. Es ist wichtig zu bedenken, dass dies wirklich ein Mittel und kein Zweck ist.

Wenn wir uns eines demokratisch gewollten Umverteilungssystems bedienen, das dafür sorgen soll, dass Geld aus öffentlichen und privaten Quellen stets in ausgewogener Weise fließt, dann können wir finanzielle Sicherheit und Freiheit ganz anders aufbauen. Beide werden mehr, wenn man sie teilt.

Wenn die Superreichen jedoch ihr Vermögen nicht richtig verwalten und es stagnieren lassen, entziehen sie der Gesellschaft wichtige Ressourcen, um neurotisch Dinge zu horten, zu denen sie ohne die Gesellschaft keinen Zugang hätten.

Marlene Engelhorn Vermögen