Marika Kilius Biografie

Marika Kilius Biografie

Marika Kilius Biografie |Kilius war gerade einmal fünf Jahre alt, als ihre Trainer ihr grünes Licht gaben, sich im Paarlauf mit dem sechseinhalb Jahre älteren Franz Ningel zu messen. Dies begann im Sommer 1948. Zunächst verfeinerten Kilius und Ningel ihre Fähigkeiten auf Rollschuhen weiter, wechselten jedoch schnell zum Skaten, das aufgrund des höheren Wettbewerbsniveaus als prestigeträchtigere Aktivität angesehen wurde.

Weil es in der Stadt Frankfurt keine angemessene Eishalle gab, nahm Kilius’ Vater ihn und seinen Bruder häufig mit auf die neu errichtete Eishalle im rund 40 Kilometer von Frankfurt entfernten Bad Nauheim. Kilius beschrieb Ningel in ihrer Autobiografie als „liebevollen großen Bruder“. Sie sagte weiter, dass die beiden ein perfekt harmonisches Sportpaar geschaffen hätten.

Kilius behauptet, dass sich die beiden nach der Schule zusammengetan haben, um die Tatsache auszugleichen, dass sie keinen eigenen Trainer hatten, und gemeinsam an ihren Präsentationsideen gearbeitet haben. Kilius und Ningel begannen im Jahr 1950 mit der Teilnahme an den deutschen Jugendmeisterschaften im Rollschuhlaufen.

1951 gewannen sie das Ereignis zum ersten Mal. Im Jahr darauf gewannen sie den Eiskunstlaufwettbewerb in Deutschland für ihr Alter Kategorie und wurde Meister. Nach Erfolgen in der Jugendklasse startete das Paar Kilius/Ningel 1954 bei den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen. Beim ersten Anlauf belegten sie den zweiten Platz hinter Inge Minor und Hermann Braun und wurden mit der Silbermedaille ausgezeichnet.

Sie wurden dank des Deutschen Eislauf-Verbandes für die EM in Bozen gemeldet und nur wenige Tage später aus dem Wettbewerb ausgeladen: Kilius war zwei Monate vor ihrem elften Geburtstag, als sie den Wettbewerb antrat, der deutlich darunter lag das Mindestalter von zwölf Jahren, das für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben erforderlich war

Kilius und Ningel fuhren zwischen 1955 und 1957 drei aufeinanderfolgende nationale Meisterschaften im Paarlauf. Sie waren siegreich bei den Europameisterschaften in diesen Jahren und bei den Weltmeisterschaften 1956, wo sie jeweils die Bronzemedaille mit nach Hause nahmen. Ihr größtes Ergebnis bei einem großen Wettbewerb hatten sie zuvor mit dem zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft 1957 erzielt, die von Barbara Wagner und Robert Paul gewonnen wurde.

In Colorado Springs hingegen waren zu Beginn nur fünf Paare dabei: Infolge des Fehlens mehrerer Top-Konkurrenten, darunter die amtierenden Europameister Vra Suchánková und Zdenek Doleal sowie die Silbermedaillengewinner der Europameisterschaft Doppelwettbewerb Marianna und László Nagy, Kilius und Ningel galten als die Favoriten, die in den Wettbewerb gingen. Aufgrund ihres Sturzes konnten sie nicht um die Goldmedaille kämpfen.

Obwohl Kilius’ Biografen die dort präsentierte Kür rückblickend als „große Stunde“ und „absolutes Highlight“ für Kilius/Ningel bezeichneten, verpassten sie bei ihrer ersten Olympiateilnahme 1956 nur knapp die Medaillenränge. Das Urteil der Jury wurde von Kilius’ Biographen als ungerechtfertigt bezeichnet.

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Nach der Bekanntgabe der relativ niedrigen Wertung für das Paar warfen Zuschauer beim olympischen Wettkampf in Cortina d’Ampezzo Orangen auf die Richter, was dazu führte, dass der Wettkampf mehrfach abgebrochen werden musste.

Unmittelbar nach den Olympischen Winterspielen 1964 und vor der Weltmeisterschaft 1964 unterzeichnete Marika Kilius einen Plattenvertrag mit der deutschen Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Plattenfirma Columbia – CBS. Die deutsche Tochter von Columbia – CBS veröffentlichte im Februar 1964 die Single „Wenn die Cowboys traume / Zwei Indianer aus Winnipeg“.

Ab März feierte der Songtitel „Wenn die Cowboys traume“ seinen Einzug in die „Hitparade“ der Musik Publikation Musikmarkt, wo sie schnell auf den zweiten Platz aufstieg. Sehr erfolgreich war auch die Aufnahme des Duetts mit Hans-Jürgen Baumler mit dem Titel “Honeymoon in St. Tropez”, das im Juli 1964 auf Platz zwei der Charts landete.

Die Titel Kavalier, Kavalier , Ich bin kein Eskimo und ein weiteres Duett mit Hans-Jürgen Bäumler (Zuerst kam ein Liebesblick, 26.) erzielten weitere Platzierungen in der Rangliste. Bis 1965 nahm Marika Kilius insgesamt acht Singles auf: fünf unter ihrem eigenen Namen und drei im Duett mit H.-J. Bäumler.

Parallel zur Veröffentlichung ihrer ersten Alben trat Marika Kilius in dem Eisrevuefilm Die große Kür unter der Regie von Franz Antel auf. Im Oktober 1964 hatte der Film, in dem sie sich selbst porträtierte und ihre Plattentitel Kavalier, Kavalier, Ich bin kein Eskimo und Honey-Moon in St. Tropez (mit H.-J. Baumler) aufführte, Weltpremiere. Sie arbeitete 1967 mit Baumler an der Produktion einer weiteren Fortsetzung namens The Great Happiness und hatte 1971 einen Cameo-Auftritt an seiner Seite in dem Film Einer spinnt immer

ister. Noch im gleichen Jahr konnte sie einen weiteren Titel feiern, sie wurde erstmals Europameisterin am Paarlauf. Auch in der Folgezeit prasentierte sich das Paar in bester Leistungsqualitat. Bis zum Jahr 1964 werden Marika Kilius and Hans-Jürgen Baumler, das deutsche Eislauftraumpaar, hintereinander sechsmal deutsche Meister und Europameister.

1960 nahmen sie a den Olympischen Winterspielen am kalifornischen Squaw Valley teil. Bei einem internationalen Wettbewerb gewannen sie auf Anhieb Silber. Zu dem Weltmeisterschaften im gleichen Jahr erreichte Marika Kilius einen dritten Platz im Paarlauf.

Diesen Titelerfolg wiederholten sie bei den nachsten Olympischen Winterspielen im Jahr 1964 in osterreichischen Innsbruck. 1966 gaben sie diese Medaille freiwillig zurück wegen das angezweifelten Amateurstatus. Ihre großen Konkurrenten aus der Sowjetunion, das Paar Belusowa und Protopopow, werden Weltmeister.

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Marika Kilius zahlte mit ihrem Partner Baumler schon langst zur Weltspitze und in Deutschland wurde sie das Sportidol der sechziger Jahre. Ihr erfolgreiches Sportjahr 1964 kronten sie mit einem fulminanten Sieg zu den Weltmeisterschaften in Dortmund. Und im Jahr zuvor auf den Weltmeisterschaften am italienischen Cortina d’ Ampezzo holten sie sich erstmals den Titel des weltbesten Eiskunstlauf-Paares.

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