Manfred Krug Todesursache

Manfred Krug Todesursache
Manfred Krug Todesursache

Manfred Krug Todesursache | Manfred Krug wurde an einem Rosenmontag als erstes Kind der ehemals verheirateten Eheleute Rudolf und Alma Krug in Duisburg geboren. Sein Vater war ein Eisenhütten-Ingenieur, der seine Karriere bei Thyssen in Duisburg als Schmelzer im Stahlwerk begann, bevor er nach Deutschland zog.

Schon bald nach der Geburt zog die Familie nach Georgsmarienhütte in die Nähe von Osnabrück, wo der Vater eine günstigere Stellung in der Stahlindustrie fand.

Etwa ein Jahr nach der Geburt von Manfred Krugs Bruder Roger im Jahr 1939 zog die Familie nach Hennigsdorf, einem Vorort von Berlin, wo der Vater eine Stelle als Oberingenieur in einem Stahl- und Holzwerk angenommen hatte.

Während des Ersten Weltkriegs wurde er nicht zum Militär eingezogen, weil seine Arbeit als Gefahr für die nationale Sicherheit galt. Nach dem Einsturz des Stahlwerks musste er zu den Kampflinien im östlichen Mittelmeer zurückkehren.

Manfred Krug wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs von der Furcht vor dem Russen zu seiner Großmutter Lisa nach Duisburg geschickt. Er war bei einem der verheerendsten Bombenanschläge auf Duisburg dabei und veranlasste seine Mutter, eine sofortige Rückkehr von ihrer Heimat in Deutschland nach Hennigsdorf anzuordnen.

Beide Zugfahrten unternahm er trotz seines fortgeschrittenen Alters und der chaotischen Verhältnisse infolge des Zweiten Weltkriegs allein. Hennigsdorf war der Ort, an dem er das Ende des Krieges miterlebte.

Krug hatte den Protestbrief gegen die Ausweisung Wolf Biermanns aus den USA Ende 1976 unterschrieben und datiert. Daraufhin erhielt er keine Stellenangebote mehr, was eine Verletzung seiner beruflichen Pflichten darstellte, und er wurde von seinem Amt entlassen als ein Künstler.

Ein Teil der geplanten Konzerte mit dem Günther-Fischer-Quintett konnte jedoch stattfinden, zuletzt am 12. April 1977 in Wismar.

In Freiberg geben Manfred Krug und Günther Fischer (links) ein Konzert (1977)

Am 19. April 1977 stellte er einen Asylantrag[5], dem schließlich stattgegeben wurde und der ihm erlaubte, am 20. Juni 1977 mit dem eigenen Pkw von Ost-Berlin über den Grenzübergang Bornholmer Straße nach Berlin zu fahren.

Neben seiner Frau und seinen drei Kindern durfte er seine Haushälterin mit auf die Reise nehmen. Krug konnte auch fünf Fahrzeuge aus seiner Oldtimer-Sammling-Sammlung sowie seine Antiquitäten in den Westen transportieren.

Offensichtlich hatte Krug für seine Frau Ottilie das Recht, die DDR zu besuchen, wann immer sie wollte, und dies war ausgehandelt worden.

Auch seine Villa in Berlin-Pankow blieb im Besitz der Familie Krug; erst nach dem Fall der Berliner Mauer verkaufte Krug es.

Privat wurde er bis zu seiner Ausreise und Ankunft in West-Berlin von den Behörden schikaniert.

Ob Manfred Krugs Tod hätte verhindert werden können, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Es ist jedoch möglich, dass der Wahl-Berliner es nicht wollte.

Neben körperlichen Beschwerden hatte der „Tatort“-Darsteller vor den Dreharbeiten einen Herzinfarkt, eine Herzoperation und Magenprobleme.

In einem Interview mit Markus Lanz erklärte er, er habe “Angst vor dem Siechtum” und hoffe, dass er gegen Ende seiner Tage nicht zum “Quälen” gezwungen werde.

Vielleicht war es gut, dass es so kam, wie es kam. Man kann nur hoffen, dass für Manfred Krug alles so gut wie möglich gelaufen ist, wie er es sich offenbar gewünscht hatte.

Manfred Krug machte sein Abitur an einer Abendschule, zog nach Ost-Berlin und entschied sich für eine Laufbahn am Theater. In der DDR machte er sich unter anderem als Bühnenschauspieler, Jazzinterpret und Chorsänger einen Namen.

Nachdem er 1976 einen Protestbrief gegen die Abschiebung des regimekritischen Lyrikers Wolf Biermann (84) unterzeichnet hatte, musste Krug 1977 sein Amt als Abgeordneter des Abgeordnetenhauses niederlegen.

Als er keine Brötchen mehr bekommen konnte, stellte Krug im April 1977 einen Asylantrag, der bewilligt wurde. Seine Abreise aus Ost-Berlin erfolgte im Juni 1977, nach seiner Biografie „Abgehauen, sagt Manfred Krug.

Eine Vorstellung und ein Tagesablauf“ (1996) schrieb er einen Brief.

Manfred Krug Todesursache
Manfred Krug Todesursache