Josef Ferstl Freundin

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Josef Ferstl Freundin | Bei den Deutschen Meisterschaften, die im März 2010 im schweizerischen St. Moritz stattfanden, wurde er Zweiter in der Super-Kombination.

Zuvor war Ferstl im selben Wettkampf Zweiter hinter Stephan Keppler geworden. Mit einem fünften Platz in der Super-Kombination Sarntal/Reinswald im Europacup im Februar 2011 sicherte er sich seine erste Top-10-Platzierung im Wettbewerb.

Es dauerte anderthalb Jahre, bis er seine erste Europameisterschaft gewann, die am 26. Januar 2012 in Zauchensee, Deutschland, stattfand. Seine ersten WM-Punkte sammelte Ferstl am 18. Januar 2013 als 30. in der Super-Kombination von Wengen. Am 23. Februar 2013 qualifizierte er sich erstmals bei der Kandahar-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen und platzierte sich unter den ersten Zehn.

In der darauffolgenden Saison 2013/14 konnte er sich nur zweimal unter den ersten Zehn der Punktewertung platzieren. Während er in den Saisons 2014/15 und 2015/16 jeweils nur einmal unter die Top 10 kam, gelang ihm dieses Kunststück in der Wintersaison 2016/17 zweimal.

Ferstl war überrascht, als er am 15. Dezember 2017 den Super-G von Gröden gewann (sein bisher bestes Ergebnis war ein fünfter Platz). Dies geschah nach einem wackeligen Start in die Saison 2017/18.

In einer Schnelligkeitsdisziplin war es der erste Weltcupsieg eines Deutschen mit 13 Jahren (Max Rauffer 2004, ebenfalls in Gröden), in einem Super-G der erste Sieg eines Deutschen seit fast 27 Jahren (Michael Heinzl , 2004). (Markus Wasmeier 1991 in Lake Louise).

Als erster Deutscher gewann er am 27. Januar 2019 den Kitzbüheler Super-G (sein Vater hatte 1978 und 1979 die Abfahrt gewonnen).

Im Vergleich zu Papa Sepp war er endgültig am Ende seiner Kräfte. Immer mit dem Präfix “der Sohn von” angehängt. Und dies ermöglichte ihm den Erfolg. Am Sonntag räumte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier ein, dass der Pepi „ein bisschen unter die Bürde des Vaters“ gelitten habe. Unter dem Einfluss des Nachnamens Ferstl.

Denn unter dem Druck einer Skikarriere beendete er den Sepp nicht. Egal, ob der Olde Pepi einmal als sechsjährigen Buben mit einem Hammer überfahren hatte, um ihm zu demonstrieren, wie es sich anfühlt, in dieser Situation zu sein.

Mausefalle, Steilhang und Hausbergkante sind einige der Namen von Orten in Deutschland.

All das interessierte den kleinen Josef überhaupt nicht. “Ich habe geweint, ich war plärrt, ich war durcheinander, ich habe geweint”, sagte er nach seinem Sieg am Sonntag.

Der Sohn behauptet jedoch, nie von seinem Vater unter Druck gesetzt worden zu sein, wie er wenige Tage später in einem Interview mit dem SPIEGEL erklärte. „Egal, ob ich Baumeister oder Akademiker wurde, ich bin zuversichtlich, dass er immer hinter mir stehen wird“, sagt der Autor.

Ferstl hingegen wollte aus eigenen Gründen Skifahrer werden. Bereits im Alter von zwölf Jahren verließ er seine Heimatstadt Siegsdorf und besuchte die Christophorus-Schule in Berchtesgaden, ein Elite-Internat zur Förderung junger Wintersportler, wo er die Mittlere Reife absolvierte.

In seinen Worten: „Ich war schon früh dabei, mich selbstständig zu machen“, und „es war die halbe Miete, mich zu entwirren und autark zu werden.“ Dies wurde erreicht; Doch beim Skifahren fehlte ihm lange Zeit die nötige Konzentration.

Ferstl sprach nach seinem Sieg am Sonntag ausführlich über seine Karriere und sein Privatleben; dieselben Fragen wurden immer wieder gestellt, und er gab dieselben Antworten. Es wurde auch oft in Gesprächen über seine Beziehung zu seinem Vater angesprochen.

Auch wenn wir nicht mehr jeden Tag miteinander reden und uns nicht mehr so ​​oft sehen wie früher, beschrieb er es als „gut und ganz natürlich“. Eine große Tragödie in der Familie ereignete sich am 11. November 2000, so Ferstl, der auch in Kaprun seine Etage mit dem Publikum teilte.

Unter den 155 Toten waren Freunde Ferstls und seine Familie. Neben seinem Onkel Franz. Der Bruder von Vater Sepp, Nachwuchstrainer beim DSV. „Wie viel Glück ich selbst hatte, das war mir damals gar nicht bewusst“, sagt Josef Ferstl.

„Schon als Kind von acht Jahren war ich mir völlig unbewusst und hatte keine Ahnung, was vor sich ging. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde mir erst nach ihrem Eintreten klar.

Natürlich denke ich immer noch darüber nach ab und zu, vor allem in den Ferien, und ab und zu besuche ich das Grab meines Vaters.” Er behauptet, dass er ansonsten seine Aufgabe fast erfüllt hat.

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