Jörg Immendorff Krankheit

Jörg Immendorff Krankheit – Jörg Immendorff, ein Maler und Bildhauer, der zu den bekanntesten deutschen Künstlern zählte, ist nach Angaben seines Neurologen am Montag gestorben. Er war 61 Jahre alt.

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Immendorff litt an der Lou-Gehrig-Krankheit, einer lähmenden Erkrankung, die zu Muskellähmung führt. Nach Angaben des behandelnden Neurologen Dr. Thomas Meyer starb Immendorff am Montag in seinem Haus in Düsseldorf an einem Herzinfarkt.

Immendorf, geboren am 14. Juni 1945 im nördlichen Bleckede, studierte in den 1960er Jahren Kunst an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er bei Joseph Beuys ausgebildet wurde. Er engagierte sich in der Studentenprotestbewegung, die in diesem Jahrzehnt ausbrach.

Die Ablehnung der traditionellen Malerei – 1966 malte er die Worte “Stop Painting” über die Leinwand – veranlasste ihn, die Leinwand vorübergehend zu verlassen und sich seinem sogenannten “Lidl”-Programm neodadaistischer Ereignisse zu widmen, das enthalten Babygeplapper und symbolische Bilder des Vaters.

Wegen seiner Beteiligung an diesen Aktionen wurde er von der Düsseldorfer Schule verwiesen.

Von 1968 bis 1980 war Immendorff als Kunstlehrer an einer High School in Chicago angestellt. In den 1970er Jahren war er Mitglied der “Neuen Wilden”, einer damals aktiven deutschen neoexpressionistischen Gruppe.

Er war einer der prominentesten und sicherlich umstrittensten Künstler, die in den letzten 40 Jahren in Deutschland entstanden sind. Jörg Immendorff starb im Alter von 61 Jahren an Amyotropher Lateralsklerose.

Er war einer der führenden und sicherlich auch umstritteneren Künstler, die in den letzten 40 Jahren in Deutschland entstanden sind.

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Aber auch wenn er außerhalb Deutschlands und insbesondere in Großbritannien vielleicht weniger bekannt war als seine Zeitgenossen

Joseph Beuys, Gerhard Richter, Anselm Kiefer und Georg Baselitz, war er dadurch nicht weniger interessant und einflussreich, und er genoss es weitreichende internationale Kritikerlob.

Es ist wahrscheinlich, dass sein Ruf in erster Linie auf seiner Verbindung zum Neoexpressionismus beruht, der energisch gestischen figurativen Reaktion auf Konzeptualismus und Abstraktion, die Mitte der 1970er Jahre in Europa und

Amerika auftauchten, aber in den Händen von Künstlern wie Georg Baselitz, Rainer Fetting und Immendorff selbst fanden in Deutschland einen besonders starken Ausdruck – ebenso wie der Expressionismus selbst in seinen frühesten Erscheinungsformen vor dem Ersten Weltkrieg.

Die Cafe Deutschland-Gemälde, eine ausgedehnte thematische Serie, die sowohl in physischer Größe als auch in erzählerischem

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Umfang sowie in ihrem satirischen Potenzial ehrgeizig war und die ihn von den späten 1970er bis in die 1980er Jahre beschäftigte, erwiesen sich als sein nachhaltigstes und maßgebliches Werk, ja als sein kritisches Werk Unterschrift.

Für ihn bedeuteten sie eine endgültige Rückkehr zur Malerei, weg von konzeptueller Radikalität, Performances und Ereignissen und

Protesten, die ihn in den 1960er Jahren durch seine Auseinandersetzung mit Joseph Beuys und der experimentellen Fluxus-Bewegung im Allgemeinen beschäftigt hatten.

Dies bedeutete jedoch nicht, dass seine Malerei weniger radikal oder weniger gesellschaftspolitisch in ihrer Substanz oder Zielsetzung wäre, sondern weniger konkret und offener in ihren Implikationen und Möglichkeiten.

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