Amira Mohamed Ali Eltern

Amira Mohamed Ali Eltern |Sie wurde 2015 in den Vorstand des Kreisverbandes Oldenburg/Ammerland der niedersächsischen Partei „Die Linke“ gewählt und übt diese Funktion seither aus. Bei der Oldenburger Kommunalwahl 2016 kandidierte sie zum ersten Mal und belegte den zweiten Listenplatz. Das bisher beste Abschneiden der Partei bei den Kommunalwahlen (8 %).

An der Bundestagswahl 2017 nahm sie als Direktkandidatin für den Wahlkreis Oldenburg-Ammerland teil und ist seitdem Abgeordnete des Bundestages. Amira Mohamed Ali ist derzeit stellvertretendes Mitglied des Wahlausschusses und des Vermittlungsausschusses im 19. Bundestag.

Darüber hinaus ist sie in der laufenden Legislaturperiode Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft. Außerdem war sie Sprecherin der Verbraucherschutz- und Tierschutzinitiativen der Linksfraktion.

Sie hat am 12. November 2019 die Funktion der Co-Vorsitzenden der Bundestagsfraktion übernommen, nachdem Sahra Wagenknecht Dietmar Bartsch in das Amt gewählt worden war. Sie wurde gegenüber ihrer Konkurrentin Caren Lay bevorzugt, wie die „Frankfurter Allgemeine“ berichtet, wegen ihrer engen Beziehung zur damaligen Parteichefin Katja Kipping und wegen des wiedergewählten Fraktionsvorsitzenden Bartsch Mit ihr wollte er aus persönlichen Gründen nicht zusammenarbeiten. Caren Lay hatte eine enge Beziehung zu Katja Kipping.

Sie ist jetzt Spitzenkandidatin der Linken in Niedersachsen bei der nächsten Bundestagswahl und plädiert für einen Politikwechsel, eine Anhebung des Mindestlohns, verbesserte Sozialleistungen und eine echte Verkehrswende. Sie plädiert für eine höhere Besteuerung großer Vermögen, bezahlbaren Wohnraum und ein Ende der Altersarmut sowie für den Kampf gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Mohamed Ali und Radwan haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihre Väter aus unterschiedlichen Ländern stammen. Selbst im Scherz nennt sich Radwan „halber Kameltreiber“, um seinen Beruf zu beschreiben. Für seine politische Arbeit ist die Herkunft der väterlichen Familie bisher jedoch im Wesentlichen unerheblich.

Außerdem war er bereits in die CSU eingetreten. „Für meinen Vater zu kandidieren war nie ein Problem und es gab nie eine Frage darüber.“ Warum genau, das war nie etwas, was zwischen ihnen gesprochen wurde. Der Einfluss seines Vaters auf seine politische Karriere sei dem heute 55-Jährigen zufolge weder förderlich noch schädlich gewesen.

Andererseits wird Amira Mohamed Ali allein aufgrund ihres östlichen Ursprungs häufig nach ihrer Herkunft und ihrer religiösen Überzeugung befragt. Besonders im November 2019, als sie unerwartet die Führung ihrer Partei übernahm, thematisierten zahlreiche Medien ihren Glauben an Allah.

Amira Mohamed Ali Eltern
Amira Mohamed Ali was born in Hamburg on January 16, 1980 to German-Egyptian parents. 
The father comes from Port Said and the mother from Heide in Schleswig-Holstein. 

Sie interessierten sich nicht nur für ihre politischen Ziele, sondern auch dafür, wie sie mit den besonderen Herausforderungen umgeht, als erste muslimische Frau in den Bundestag in Deutschland gewählt zu werden. „Ich konnte nicht glauben, dass es zu einem so umstrittenen Thema geworden war.“

Laut der 40-Jährigen helfe die Zugehörigkeit zu einer Minderheit dabei, sich der “Ränder der Gesellschaft” stärker bewusst zu werden. Sie sagt: „Wenn man in Deutschland eine erkennbare Migrationsvergangenheit hat, wird man typischerweise vor Herausforderungen gestellt.“ Diese Aussage basiert nicht nur auf ihrer eigenen persönlichen Erfahrung.

Aber was genau bezieht sich dieser Begriff auf Menschen mit Migrationsgeschichte? Laut den Schriften des Statistischen Bundesamtes hat “eine Person einen Migrationshintergrund, wenn entweder sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht die deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt besitzt. Die Linke ist die Fraktion mit dem größten Anteil dieser Kategorie, wobei 18,8 Prozent ihrer Mitglieder dieser Bevölkerungsgruppe angehören.

Die politische Organisation unter der Leitung von Amira Mohamed Ali. Dahinter folgen die Grünen (14,9), die SPD (9,8) und die AfD. (8.7). Die Unionsfraktion liegt mit nur 2,9 Prozent der Stimmen auf dem letzten Platz. Vor sieben Jahren schrieb Cemile Giousouf Geschichte, als sie als erste muslimische und türkischstämmige CDU-Abgeordnete in den Bundestag einzog.

Sie schrieb auch Geschichte, als sie zum ersten Mal ins Parlament einzog. Deutschtürken sind mit einem Anteil von rund zwei Prozent inzwischen die größte im Deutschen Bundestag vertretene Gruppe von Nichteuropäern. Der Prozentsatz beträgt derzeit 0,28 Prozent für Personen, die aus den Nationen stammen, die sich auf der Arabischen Halbinsel, im Nahen Osten und in Nordafrika befinden. Oder, um sie mit ihren Namen zu nennen: Mohamed Ali und Radwan.